Im Ärzteblatt habe ich einen Artikel über die vom Wissenschaftsrat empfohlene Reform des Medizinstudiums gelesen.
Wie jede Reform hat sie sobald Vorteile als auch Nachteile.
Die Notwendigkeit der Reform existiert schon lange.
Die Ursache sind die immer komplexer werdenden Versorgungssituationen und die enormen Innovationstempos in der Medizin.
Die Situation fordert von den Medizinstudierenden die wissenschaftlichen Kompetenzen und gleichzeitig die versorgungsorientierte Ausbildung.
Wegen des Zeitmangels ist es schwer zu vereinigen.
Und die Reform hat das Ziel, die Probleme zu lösen.
Die wichtigsten Grundlagen sind ein Kerncurriculum und individuelle Studieninhalte.
Das muss die Möglichkeit zur Bildung individueller Studienschwerpunkte und eine stärkere Eigenverantwortlichkeit der Studierenden für ihren Fortschritt im Studium geben.
Das ermöglicht die fundamentalen Kenntnisse zu bekommen und die praktische Orientierung zu verstärken.
Noch eine wichtige Grundlage ist ein früherer Kontakt mit den Patienten.
Mit der Absicht empfehlt der Wissenschaftsrat, das praktische Jahr in vier Ausbildungsabschnitte zu je zwölf Wochen zu untergliedern.
Der frühere Kontakt mit den Patienten gibt den Studierenden die besseren Vorstellungen über ihre zukünftigen Orientierungen.
Gleichzeitig verbessert sie auch das Studium, weil das Praktikum die adäquaten Fragen und das größere Interesse auslöst.
Natürlich, die Reform hat sobald die Anhänger, als auch die Gegner, aber zweifellos ist, dass die Entscheidung irgendwann treffen wird.
Und die Entscheidung soll für das Wohl der Gesellschaft und die weitere Entwicklung der Wissenschaft sein.