5.
Juli
Nebel überm Meer und eine nationale Fahrradroute die vorbei an Kuhweiden anfangs eher
wie ein schwer überwindbarer Trampelpfad als wie eine vielgenutze Fahrradroute ausschaut.
Mittags gibt's den unglaublich leckeren Fisch nach norwegischer Hausfrauenart den wir am
Vortag geschenkt bekamen.
Dann weiter entlang eines sehr steilen Wegs durch die
traumhafte Seen-Felsen-Wälder-Landschaft Norwegens.
Beim 'Nach dem Weg Fragen'
gelingt es P kaum sich mit einer Frau auf Englisch zu verständigen, da ihr diese nur auf
Norwegisch antwortet, bis sich herausstellt dass die gute Dame, wie alle denen wir
begegnen, aus Deutschland kommt.
Als wir eine Pause zum Baden in einem warmen See einlegen, werden wir von zwei
sechzigjährigen Schweizerinnen wieder eingeholt, die wir einige Stunden zuvor überholt
hatten und sind von deren Fitness beeindruckt.
Den Abend verbringen wir auf unserem
bisher saubersten und preiswertesten Campingplatz in Norwegen. 6.
Juli
Zelt im Regen abbauen macht zwar nicht mega Spaß, geht aber doch unglaublich gut.
Um
zur nächsten nutzbaren Radstecke zu gelangen, fuhren wir mit dem Zug durch eine
wunderbare, verregnete Natur von Hagenau nach Kristiansand.
Die Stadt war sogar groß
genug um einen Supermarkt zu besitzen, was in den sonst sperrlich mit Bauernhöfen
besiedelten Norwegen schon fast an ein Wunder grenzt, und so deckten wir uns erstmal mit
ordentlich Essen ein um dann gestärkt weiter nach Donnestad zu strampeln. 7.
Juni
Morgens auf einem Feld, neben einem Fluss in Donnestad aufgewacht, packten wir nicht wie
sonst üblich schnell unser Zeug zusammen sondern blieben nach dem Frühstück genüsslich
im Zelt liegen, der Tag sollte der Faulheit gewidmet sein.
Neben kleinen Reparaturen und
Wäsche waschen verbrachten wir die meiste Zeit des verregneten Tages liegend im Zelt und
versuchten Abends bei Kerzenschein unsere Wäsche zu trocknen, damit wir am nächsten
Tag unsere Reise auf dem Rad fortsetzen konnten.
D:\Data\nj\Dropbox\Privat\Tandemabitour.doc
Tandemabitour.doc Erstellt: 15.07.15 (Norbert nj.
Jauch) Aktualisiert: 13.08.15 09:46 (NnJ) 6 / 30
8.
Juli
Heute packten wir nicht nur unser Zelt, sondern auch gleich noch unsere Wäsche nass ein.
Sonst hatten wir aber recht viel Glück, da uns weder die Kette runterfiel, noch ein Reifen
platzte oder das Fahrrad verschliss, als wir es nach 30 Kilometern Fahrt über und über mit
Lebensmitteln beluden.
Vollgefuttert und frisch versorgt mit Klopapier und Trinkwasser
entschieden wir uns für eine weitere Nacht wildcampen am Meer. 9.
Juli
Auf dem Foto seht ihr unser heutiges Ausflugsziel.
30 Kilometer haben wir
in Windeseile zurückgelegt um von Duschwasser, Strom und warmem
Badespass des Hallenbads in Arendal zu profitieren.
Wenn ihr das Bild
richtig anschaut, wisst ihr auch warum wir nach drei Minuten Enttäuschung
einen Teil der Strecke wieder zurück gestrampelt sind um von den
wechselwarmem Duschen eines Campingplatzes zu profitieren.
Hallenbäder
sind wohl selbst im regnerischen Norwegen zu dieser Jahreszeit
geschlossen.