10.
Juli
Um 15 Uhr, vier Stunden
später als üblich, verließen
wie den Campingplatz,
nachdem wir den Morgen
für Diskussionen und
Couchsurfing-Anfragen,
dank freiem Wlan, genutzt
hatten.
Irgendwas muss
man ja davon haben, wenn man schon sein Geld für einen Campingplatz raushaut, nur weil
der Strom fürs Handy ausgeht.
Als wir Nachmittags unser Fahrrad vor einem Supermarkt abstellten, war der Ständer nach
einigen Minuten auf wundersame Weise in dem Asphalt eingesunken.
Außerdem erwartete
uns eine gute Nachricht: Ausgerechnet die zuletzt abgeschickte Couchsurfinganfrage wurde
uns bestätigt, damit ist nun für Ende nächster Woche eine kostenlose Unterkunft im Zentrum
der Hauptstadt Norwegens gesichert und wir müssen nicht auf einen unsicheren
Campingplatz oder eine überteuerte Jugendherberge.
In Oslo zahlt man andernfalls 120€ für
zwei Personen und zwei Nächte.
Vorbei an vielen schönen Häfen kamen wir abends an einem traumhaften Wildcampingplatz
auf einem Felsvorsprung am Meer an.
Wie salzig dieses eigentlich ist, wurde uns erst bewusst, als wir nach zehnminutigen Klettern
zum Wasser unseren Couscous mit Meereswasser zubereiteten.
D:\Data\nj\Dropbox\Privat\Tandemabitour.doc
Tandemabitour.doc Erstellt: 15.07.15 (Norbert nj.
Jauch) Aktualisiert: 13.08.15 09:46 (NnJ) 7 / 30
11.
Juli
Ob die von uns ausgesuchte Schlafstelle so wirklich legal
war, ist uns bei der ordentlich gemähten Wiese bis heute
schleierhaft.
Aber der Dank googlemaps gefundene Ort
ist ein Traum: direkter Meeresblick mit wilden
Inselgrüppchen und vereinzelten Häuschen, dazu eine
wunderbare Stille und unser Zelt ist für niemanden zu
erkennen.
Nach dreißig Kilometern und endlosen
Höhenmetern waren wir unglaublich erschöpft und umso
erleichterter diesen tollen Ort vor Risør gefunden zu haben. 12.
Juli #Schlüsselsuche und Duschspass
Nach einem kleinen Unglück kommt meist unglaublich viel Glück... bei uns zumindest.
Zwar kamen wir morgens nur verzögert los, da uns ein Fahrradschlüssel ins Gebüsch
gefallen war und wir ihn nach gefühltem stundenlangen Suchen nicht auffinden konnten,
aber dafür entdeckten wir einen Supermarkt der selbst Sonntags auf hatte und indem es vier
Wasserflaschen für den Preis von einer an der Tankstelle gab.
Mit sehr viel Trinkwasser
beladen fuhren wir dann weiter an den Hafen von Risør um mit der Fähre nach Øysand
überzusetzen.
Da diese sonntags aber nicht fuhr, entschieden wir uns einen Pausentag
einzulegen.
Nach einem zweiten Frühstück am Hafen entdeckte L kostenlose Duschen mit
Stromanschluss und Föhn.
Auch wenn es vielleicht von Freiburg aus schwer nachvollziehbar
ist, aber es war wirklich ein Traum hier alle Zeit der Welt unter einer Dusche zu haben,
deren Wärme man selbst einstellen konnte und die nicht nach 5 Minuten automatisch aus
ging oder eiskalt wurde und dazu noch zu wissen, dass gleichzeitig das Handy geschützt im
selben Raum laden konnte, man sich -das erste Mal seit fast vier Wochen- die Haare föhnen
und selbst eine Garnitur Kleidung auswaschen und Trockenföhnen konnte.
Diese himmlische
Prozedur dauerte fast zwei Stunden, da wir abwechselnd, während die andere im Bad
beschäftigt war, auf das Tandem aufpassten.
Abends mussten wir uns nicht einmal nach
einem geeigneten Schlafplatz umschauen, sondern kehrten einfach wieder zu unserer
illegalen Wiese zurück und hatten hier sogar Zeit die Bremsen zu reparieren und fanden
unseren Schlüssel in der Wiese vor dem Dornenbusch wieder. 13.
Juli #Glücksgefühle
Egal wie geschwollen das klingt, der heutige Tag wird uns
immer in Erinnerung bleiben!
Die erste Fähre von Risør bekamen wir heute ohne Probleme
und genossen es die Hälfte der Zeit die einzigen Passagiere
zu sein.
Danach fuhren wir auf einer ziemlich hügligen
Strecke -die von anderen Bloggern als Flachetappe
bezeichnet wurde- um dann mit einer weiteren Fähre auf der
200 Personen Insel Skatøyroa die schönste Couchsurfing
Erfahrung unseres Lebens zu haben.
Wir verbrachten den
Nachmittag auf einem Selbstversorgerhof, der von einer
Familie mit 3 Kindern, einer Frau und zwei Männern sowie
14 Hühnern, 12 Schafen mit Lämmern, einem Hund und 4
Büffeln bewohnt und renoviert wurde.
Die Familie führte uns
D:\Data\nj\Dropbox\Privat\Tandemabitour.doc
Tandemabitour.doc Erstellt: 15.07.15 (Norbert nj.
Jauch) Aktualisiert: 13.08.15 09:46 (NnJ) 8 / 30
durch ihr Haus, fütterte mit uns die Schafe, zeigte uns den Wald, schwamm mit uns im Meer,
zeigte uns ihr Boot, lies uns mit den Kindern Hexensuppe machen und Trampolin springen,
kochte die beste Suppe unseres Lebens für uns, aus Fenchel, eigenem Rind, Karotten,
eigenen Kräutern wie Brennesseln mit traumhafter Kräuterbutter, lies uns mit ihrem Hund
spielen, unterhielt sich über unglaublich spannende Themen mit uns, sprach extra beim
Essen auf Englisch und servierte uns zum Nachtisch selbstgebackene Brownies mit
Walderdbeeren,